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Sehr geehrter Leser,

am 14. Februar 2009 ist unser geliebter Vater, Bruder und Freund Josef Rohrböck überraschend verstorben. Er wurde am 21. Februar in seinem Geburtsort Unterstinkenbrunn bestattet. Es war eine schöne und würdevolle Trauerfeier die nach unserem Ermessen unter Hochachtung der Wünsche des Verstorbenen geführt wurde. Wir bedanken uns bei Allen, die gekommen sind und mit uns getrauert haben.

Die Familie Rohrböck

Josef Rohrböck Parte

 

Vorwort

Seit mehr als einem halben Jahrhundert sind die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschrechtskonvention in Kraft, dennoch hat es die Republik Österreich bisher nicht geschafft, diese Konventionen im Hinblick auf das Asyl- und Fremdenrecht im innerstaatlichen Recht mängelfrei umzusetzen (s dazu etwa Menschenrechtsbeirat, Stellungnahme zum Fremden- und Asylrecht [Juli 2007], aber auch die Presseinformation des VfGH vom 11. 7. 2007). Jedes Asylrechtsregime beginnend mit dem Asylgesetz 1968 hat(te) seine verfassungs- und völkerrechtlichen Ecken und Kanten. Mit jeder Änderung wurde das Asyl- und Fremdenrecht komplizierter und unübersichtlicher. Zahlreiche und Großteils unnötige Sonderverfahren und Spezialregelungen gehören zum belastenden Standard. Die ständige unnötige „Verkomplizierung“ führt zu einem kaum zu rechtfertigenden Regelungsüberhang, der weder Schutzsuchenden dient, noch die angestrebte Steigerung der Effizienz bei hoher Qualität gebracht hat oder bringen wird. Das gilt auch für das derzeit aktuelle Konzept der Einrichtung eines Asylgerichtshofes; wieder einmal soll das Asylverfahren mit mehr oder weniger fragwürdigen Methoden beschleunigt werden, wobei die Last dieses Beschleunigungsversuches wieder einmal schutzsuchende Menschen tragen werden müssen.

Asylum-Online ist ein gemeinnütziges Projekt und wird in keiner Phase kommerziell verwertet. Die technischen Möglichkeiten des Internets bieten bei den zahlreichen und spontanen Gesetzesänderungen in vielen Punkten gegenüber sonstigen Publikationsformen wesentliche Vorteile. Ich bin bestrebt, diese Vorteile auch entsprechend zu nützen. Gleichzeitig ist mir aber durchaus bewusst, dass Publikationen im Internet ein gutes Buch nicht gänzlich ersetzen werden; diesen Anspruch will das vorliegende Werk auch gar nicht erheben. Insgesamt geht es hier nicht nur um die Nutzung neuer technischer Möglichkeiten, sondern wohl auch um ein Experiment, auf dessen Wirkung und Ausgang man gespannt sein darf. Insgesamt hat sich die Publikation im Internet bisher durchaus bewährt; was anfangs als Experiment gedacht war, scheint sich mehr und mehr seinen Weg zu bahnen.

Es liegt auf der Hand, dass ich eine Website im geplanten Umfang nicht ohne Hilfe Anderer zu Stande bringen könnte. Besonderer Dank gebührt Frau Violeta Targonskiene, die das Schwesterprojekt asylum-online - Litauen übernommen hat. Zwischenzeitig wurde auch asylum-online-Ukraine gestartet, das in weiterer Folge von Söderköping-Process betreut wird. Allen, die an diesen Projekten mitwirkten und weiter mitwirken, sei besonders gedankt. Besonderer Dank gebührt zudem Herrn Dr. Christoph Pinter, der auch für materielle Unterstützung dieses Projektes Sorge trägt. Herrn Dr. Christoph Pinter sei auch für seine logistische Unterstützung gedankt, wie auch Frau Mag. Judith Putzer für ihre Mitarbeit vorrangig in der Anfangszeit dieses Projekts besonderer Dank und besondere Anerkennung gebührt. Nicht zuletzt sei auch dem Österreichischen Roten Kreuz, UNHCR wie auch der Diakonie Österreich für die jeweils geleistete Unterstützung gedankt, wie auch all jenen, die das Projekt durch konstruktive Anmerkungen unterstützen. Verpflichtet bin ich auch jenen in meinem näheren Verwandtschafts- und Freundeskreis, die für meinen hohen Zeitaufwand an diesem Projekt Verständnis zeigen und meine Arbeit entsprechend zu schätzen wissen.

 

Josef Rohrböck

 

 

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Letzte Änderung der Internetseite: 9. Februar 2009